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„Warum ich zum College ging, wusste ich - um eine schöne Zeit zu haben ...“

 Mit 14 betrank ich mich nach einer Tanzveranstaltung in der Schule und hatte meinen ersten Blackout. In den nächsten sieben Jahren verschlimmerte sich mein Trinken zunehmend. Ich trank, wann immer sich die Möglichkeit dazu ergab. Ich fälschte

 

meinen Ausweis mit 15, damit ich in Bars bedient werden konnte.

Ich wurde zu einem sehr guten College zugelassen. Warum ich zum College ging, wusste ich - um eine schöne Zeit zu haben und einen Hochschulabschluss zu bekommen. Ich trat in die beste Verbindung ein und maß den Erfolg an der Hochschule an der Anzahl der Partys, der Verabredungen und wie oft ich betrunken war. Ich arbeitete nie mehr als notwendig. Die Blackouts nahmen zu. Das sah ich als ein Zeichen dafür an, dass ich meinen Spaß hatte.

In meinem ersten Studienjahr bestellte mich der Aufsichtsbeamte in sein Büro. Ein Freund und ich waren, nachdem die Bar geschlossen hatte, in das Apartment einer Sekretärin eingebrochen und hatten die Hälfte ihrer Sachen gestohlen. Sie zeigte uns an und wir erhielten eine Verwarnung.

Im Frühling wies mich der Präsident der Verbindung darauf hin, dass die Verbindungsbrüder meinten, ich sollte mich einschränken und dass ich die Verbindung in Verruf brachte. Das zweite Studienjahr war bei Weitem das schlechteste. Ich kam früh zurück und eine Woche lang war ich keinen einzigen Augenblick trocken. An den meisten Tagen versuchte ich nicht einmal Vorlesungen zu besuchen.

Im Dezember wurde ich wieder ins Büro des Aufsichtsbeamten bestellt und zu einem Psychiater geschickt. Der Arzt sagte mir, dass ich die Hochschule verlassen müsste, um etwas gegen mein Alkoholproblem zu tun.

Ich war schockiert. Welches Alkoholproblem? Ich sagte, dass ich aufhören würde, wenn ich bleiben dürfte. Aber er sagte ausdrücklich, dass ich die Kontrolle verloren hätte. An diesem Nachmittag verließ ich die Hochschule.

Am Tag nach Weihnachten ging ich in eine psychiatrische Klinik. Ich war bestürzt über das, was geschehen war und was weiter geschehen würde. Wenn jemand versuchte, mit mir zu sprechen, konnte ich nur noch weinen. Später war ich dann in der Lage, mit dem Arzt ganz offen über mein Trinken zu sprechen. Schließlich gab ich zu, dass ich Alkoholiker sein könnte.

Nach sechs Monaten wurde ich aus der Klinik entlassen. Mein Vater besuchte AA-Meetings und meine Mutter war Mitglied von Al-Anon (für Angehörige und Freunde von Alkoholikern). Früher hatte ich viele Meetings mit meinen Eltern besucht. Doch nachdem ich das Krankenhaus verlassen hatte, machte ich keinen Versuch, mit AA Verbindung aufzunehmen. Ich blieb zwei Monate trocken und dann trank ich wieder.

Ich trank zwei Monate lang und es ging mir immer schlechter. Nun war ich überzeugt, dass der Alkohol mir das Beste genommen hatte. An diesem Abend ging ich zu meinem ersten Meeting, und ich habe seitdem zwei Jahre lang nicht getrunken, immer nur für heute. Das erste, was mich bei AA beeindruckte, war das Verständnis der Leute in AA. Sie waren durch meine Trinkgeschichte nicht schockiert. Sie wussten, wovon ich sprach.

Ich ging jeden Abend zu den Meetings und nach zwei Monaten fragte ich einen Mann, ob er mein Sponsor sein möchte. Er erwies sich als meine größte Hilfe. Er gab mir Antworten und ermutigte mich, wenn nötig, damit das Programm bei mir funktionierte.

Zuerst störte es mich, dass ich jung war. Aber die älteren Männer, die in die Meetings kamen und im Programm lebten, waren für mich ein Ansporn.

A.A. hat mir Leben und geistige Gesundheit gegeben. Ich bin wieder zurück auf der Universität und werde dieses Jahr vermutlich vom Dekan ausgezeichnet. Ich versuche meine Studien, AA und die anderen Dinge, die mir Freude machen, miteinander in Einklang zu bringen. Das alles gehört mir, weil ich das erste Glas stehen lasse, nur für heute.

 

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Homepage aktualisiert am: 19.11.2017

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